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2014-01-13

Vorort: London






























Nun Vorort ist zwar jetzt gewollt übertrieben, aber weit ist es dann beim besten Willen auch wieder nicht nach London. Vor kurzem quatschte ich mit meiner geliebten, Indienfreiwilligendienstmachenden Cousine und ich sagte Das ist eigentlich nur so weit, wie von mir zu dir. Also,... wenn du noch da wohnen würdest wo du gewohnt hast, und uhm ich äh auch. Oder, um das mal etwas besser verständlich auszudrücken: London liegt etwa 1.5 Zugstunden von hier entfernt. Also wirklich nicht weit.



Ich war zwar vielleicht schon ein paar Mal in London aber A. kann man da sowieso nie oft genug hinfahren und B. ganz alleine war ich da bis dato noch nicht unterwegs. Nun wohne ich zwar nicht in London und uhm mal kurz ein wenig herumzuschlendern ist es etwas zu teuer, aber den Luxus des alleine herumlaufen konnte ich mir vor kurzem dann doch mal leisten.

Mamas Flug ging Morgens früh von London Stansted los und wo ich sowieso schon mal in London war, musste ich die Gelegenheit natürlich gut nutzen.

Unsere Jugendherberge lag in einem Park nicht unweit von Kensigton Gardens. Von da aus ging es durch ein schickes Wohnviertel (wer bezahlt mir, dass ich in London in so einem Haus wohne? Irgendjemand?), durch Kensington Gardens und den Rand des Hyde Parks. Vorbei am Albert Memorial und direkt ins Museenviertel. Ich wollte ja schon immer mal ins National History Museum, nur normalerweise ist da immer eine Häuserblock-lange Schlange vor, aber zu meinem Glück werden halt nicht alle an einem Sonntagmorgen um 10.00 aus ihrer Jugendherberge geschmissen und ich konnte einfach so reinspazieren.

Es wurde zwar nur ein gemütlicher Rundgang (für einen richtigen Besuch war es einfach zu groß), aber gelohnt hat es sich schon, das Dinosaurierskelet und die riesigen Fossilien zu besuchen. An einer Eisbahn vorbei verlies ich das Museum. Einmal wurde die Nase noch in das völlig überfüllte Notting Hill mit seinen Patelltüren gesteckt und dann ging es Eindrucksbeladen im Zuckelzug nach Hause.


Bis bald London.






2013-12-15

Adventskalender 14 & 15: Warwick und Projektberichte



















































Können wir einfach so tun, als hätte ich die ganze Zeit sowieso vorgehabt 
das Wochenende als einen Eintrag zu veröffentlichen und deswegen Gestern nichts geschrieben, ja? Danke! Die Wahrheit ist natürlich, dass ich gestern Abend einfach zu müde war, aber fangen wir am Anfang an.

Gestern Morgen wurde ich in aller Hergottsfrühe (um 9.50 Uhr) an meiner Haustür abgeholt. Von dort ging es dann für Dora, Maike und mich zum Bahnhof und dann im Zug nach Warwick.

Warwick hat nämlich eine noch vollständig erhaltene Burg. Normalerweise ist der Eintritt in das Burggelände, welches schon eher einem Erlebnispark gleicht unvorstellbar teuer, aber da Maike magische Coupons hatte kamen wir für je einen Pfund rein und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Auf dem Burggelände kann man sich dann also den Rosengarten anschauen, mit Pfeil und Bogen schießen, in und auf die einzelnen Türme gehen, sich die Dampfmachinen im Mühlenhaus angucken, die der Burg das erste elektrische Licht bescherten, Führungen machen, ins Gefängnis gehen, geschichtliches Lernen, sich Shows angucken und natürlich viel kaufen. Dafür laufen alle im Mittelalterkostüm und Prinzessinnenkleidern rum; ist halt auch lustig.
































Nach den Aufregungen der Burg ließen wir uns in einem kleinen, urgemütlichem Teehaus nieder, das noch viel fantastischer war, als wir es jehmals erwartet hätten. Jeder bekam wunderbaren, losen Tee in einer eigenen (großen!) Teekanne in dem schönst geblühmten Teeservice, was man sich nur vorstellen kann. Dazu bestellten wir uns etwas zum Teilen worauf uns appetitliche Sandwiche, kleine Küchlein und ein riesiger Scone.
Wir fraßen uns also gemächlich und voller Begeisterung durch unser hübsches Essen und unterhielten uns über die Hippiephasen unserer Ökoeltern.

Danach sollte es eigentlich zum Bahnhof gehen. Das tat es auch, aber mit mehreren Umwegen. Man muss dazu sagen, Warwick ist zwar in Innenstadt recht klein, aber hübsch und ziemlich reich und hat eindeutig ein besseres Shoppingangebot, als Coventry und das muss man natürlich ausnutzen.

Wir machten auf dem Rückweg also einen langen Stop in einer kleinen Botique, kuschelten mit Filzsachen in dem eine Weltladen, stürmten das Bastelgeschäft und ich verbrachte eine sehr lange Zeit in dem Laden mit antikem Spielzeug und konnte nur schwer davon abgehalten werden in die beiden Buchläden zu gehen.

Am Sonntag hatte ich Frühstück mit Maike, Dora und deutschem Brot, brachte Dora zur Bahn und schlug mir den Bauch voll auf Ritas Abschiedsessen. Zwischendrin schrieb ich verzweifelt an meinem Projektbericht, der jetzt endlich an ASF geschickt ist.

Jetzt Bett und dann Hallo, nächste Woche!




2013-12-02

Adventskalender 2: Nach Hause Kommen


Hallo, Coventry, schön dich wiederzusehen!
Am Montag den 2ten Dezember trete ich um halb sechs durch die Tür und komme nach Hause, nachdem ich das erste Advendts-Wochechnende in Wales verbracht habe. Seit dem Ankunftsseminar im September, war dieses das erste ASF-Seminar unseres Jahres, doch das sind Geschichten für ein anderes Mal.

Es sei genug damit gesagt, dass es für mich die erste Gelegenheit seit drei Monaten war, alle Freiwilligen aufeinmal wieder zu sehen. Es wurde gelacht, es wurde gequatscht, es wurde sich ausgetauscht.
In einem Wort, es war wirklich schön und mit Sicherheit so entspannend, wie drei Tage im Wellnesshotel. 
Unter anderem eine gute Gelegenheit mehr über die Projekte der anderen zu lernen, aber das eigene nachzudenken und es war schön ein sehr geschlossenes Ja sehr auf die Frage freut ihr euch darauf, wieder in euer Projekt zurück zu kommen? zu hören.

Aber es ist auch schön, wieder nach Hause zu kommen mit dem Gefühl nach Hause zu kommen. Maddy ist im Moment nicht da, aber Hilary stolperte kurz nach mir durch die Tür mit den Händen voll Sainsbury's Tüten Wie war es? Hattet ihr eine Zentralheizung?. 

Jetzt sitze ich in meinem überraschend aufgeräumten Zimmer, umgeben von noch nicht aufgehängter Weihnachtsdeko. Oben auf dem Küchentisch steht mein echter Weihnachtskranz, den ich im walisischen Aldi erstanden habe. Neben mir brennt meine Aventskerze und ein Teelicht in einem meiner beiden Adventskalender, die jetzt beide schon zwei offene Türchen haben und ich denke an das Zug-Gespräch, das Maike und ich über die Bedeutung des Wortes zu Hause hatten. 
Das hier ist jetzt mein zu Hause und das ändert nichts an der Bezeichnung, oder Bedeutung all der zu Hause-s die es davor schon gab. Ich bin zu Hause in jedem einzelnem zugleich.

Und ich wünsche jedem einzelnen eine schöne Adventszeit.