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2014-03-08

Lass uns über das Wetter reden













Draußen ist es warm. Die Luft schmeckt nach Sonnenstrahlen und warmen Tagen. Einige wenige Hoffnungsvolle tragen kurze Hosen. Eine davon bin ich. Wer hätte gedacht, dass ich die kurzen Hosen, die ich bei meiner Ankunft resigniert nach ganz unten ins Regal gestopft habe, tatsächlich nochmal anziehen kann?

Sonnenstrahlen auf den Armen; wenn einen so etwas in einen Zustand der Ekstase versetzt, merkt man wohl, dass man schon eine Weile in England ist.

Gestern durften wir ausschlafen, obwohl Freitag war, da wir am Abend davor lange in den Abend hinein arbeiten mussten. In meiner Mittagspause saß ich in Lady Herberts Garden auf einer Bank. Die Beine ausgestreckt, halb in der Luft, ausgestattet mit Strick- und Zeichenzeug. Sogar planeten-zerstörende Erdbeeren für 2 Pfund durften neben mir auf der Bank platznehmen.

Diese eine Stunde im Park, umgeben von Krokussen und späten Schneeglöckchen, war vermutlich die beste Mittagspause, der vergangenen 6 Monate.
Es fühlt sich fast ein bisschen an, wie Ferien, oder, wie das Gefühl, was man bekam, wenn plötzlich die letzte Stunde ausfiel.


Frühlingssonne, bleib doch noch ein Weilchen.

Februar
















































Schon wieder ein Monat rum. Der Frühling steht vor der Tür. Mit dem Frühling kommt auch die Halbzeit. Sechs Monate hier, sechs Monate to go.

Ein Monat für Besuche. Eine Woche London mit Edda, Helena und Sinah. Ein Monat für Ausflüge. Ein Wochenende mit Dora, Maike und Melina voller Musicals. (Ich sag’s ja, ich gebe mein Geld exklusiv für Essen und fürs Theater aus).  Ein Monat für Evaluationen. Waren die Ferien nötig? Oh ja. Macht es mir noch Spaß? Oh ja und wie
.
Der Schal wächst.  Die Wohnung schwankt beständig zwischen saudreckig und quietschend sauber, je nachdem, wann einer von uns einen Putzfimmel bekommt. In letzter Zeit bin das überraschend oft ich (ich kann schon hören, wie sich gewisse Erlern lachend auf dem Fußboden rollen).

Die Auswahlseminare waren vor wenigen Wochen, ich bin mal gespannt wann und ob ich etwas von meiner/m NachfolgerIn höre.


Zwei weitere spannende Ereignisse des Monats: Maikes Geburtstag; wie gut, wenn jemand vorgeht, in das beängstigende Zeitalter der 20er. Und: Besuch aus Hong Kong. Unser Kontakt von unserem einzigen Partner in Asien, kam plötzlich vorbei. Zwar nur für einige Stunde, aber vermutlich trotzdem einer meiner liebsten Besuche, die wir bisher so hatten. 

2014-02-02

Holocaust Memorial Day






Zur Hintergrundsinformation: der Holocaust Memorial Day in der UK, oder auch der Internationale Gedenktag an die Oper das Holocaust, ist jährlich am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des KZs-Auschwitz-Birkenau.

Ein Tag, der auch von der Association for Jewish Refugees (AJR) begangen wird, einer Organisation, die Heute neben Öffentlichkeitsarbeit, sich vor allem um die Überlebenden zweiter und dritter Generation kümmert. ASF hat enge Verbindungen zu der AJR, unter anderem arbeitet auch eine der Freiwilligen dort. 

So kam es, dass wir wir am 28. alle runter nach London reisten zu einer von der AJR organisierten Andacht anlässlich dieses Gedenktages.

Auch wenn der Gottesdienst erst um 2 Uhr begann, fanden wir uns schon um 11 in der Belsize Square Synagogue ein. Im Morgen durften wir an einem Gespräch mit Augenzeugen Lilian und Herbert Levy teilhaben. Ein, wie immer, sehr bewegendes Erlebnis. Herberts Buch, Voices from the Past/ Stimmen aus der Vergangenheit findet man hier: x . 































Nach einer Mittagspause, ging es dann zur Andacht in der Synagoge, in welcher, umramt vom Gebet, Holocaust Überlebende, ihre Kinder und Enkelkinder ihre Geschichten erzählten. Nach der Andacht wurden dann noch "Light Refreshments" im Nebenraum angeboten. Saßen wir anfangs als Gruppe an einem Tisch, so wurden wir, als offensichtlich jünste Teilnehmer doch immer wieder von Neugierigen aufgesucht. Es wurde viel erzählt und viel gefragt und wir hatten das große Privileg an weiteren Geschichten teilhaben zu dürfen.




























Zum Abschluss des Abends übergaben wir unserem Friedensdienstkoordinator, Dan, in einer Synagoge ein von uns signiertes Holzschwert, ein Geschenk, welches eigentlich nur von Seminarteilnehmern verstanden werden kann, aber glücklicherweise, trotz und wegen seiner Unangemessenheit auf große Gegenliebe stieß. 

Dann musste Dan uns verlassen und wir zogen allein weiter zu Inspiral Lounge, am Camden Market zu einem entspannt-lustigem Abschluss des Abends.






2014-01-30

Contentment















































You weren't here last time I came rügt Winston verschmitzt in die erfreute Umarmung aus grüner, weicher Jacke mit Baskenmütze hinein. Winston, ist vermutlich unser ältester Guide und ohne Frage 'my favourite'.

Als wir mit der Schulklasse im Nebenraum stehen und die Gruppen für die Tour einteilen, sagt Paul auf die Frage mit wem ich mitgehen soll: mit Winston bekommst du den Telegraph, mit mir nur die Sun worauf ich lachen muss und ihm freundschaftlich einen Ellbogen in die Seite ramme.
Mit Winston gehe ich dann trotzdem mit, denn es stimmt schon, was Winston nicht weiß, weiß vermutlich keiner und außerdem macht es einfach am meisten Spaß.

Am Ende der Tour bringe ich die Gruppe allein zu ihrem Lunchroom zurück und höre, wie die etwa 13-jährigen Mädchen hinter mir hingerissen wispern wasn't he cute? he was SO cute!

Nach der Tour, bei der ich aus 'Fortbildungsgründen' mitgegangen bin und der anschließenden Tea Break mit den Guides, bin ich alleine im Büro. Stella ist auf einer Curriculums-Konferenz. 
Nach dem wir gestern aus 'Fortbildungsgründen' eine etwas verlängerte Mittagspause damit verbracht haben durch die Ausstellungen im Herbert zu wandern, muss ich heute dann doch endlich einmal ernsthaft arbeiten. 

Wie zu jedem Monatsende fiel mir vor kurzem voller Erschrecken ein, dass die Newsletter ja noch geschrieben werden muss.  Begleitet von Bronski Beat und den Resten von Bobs Süßigkeiten mache ich mich an die Arbeit.

In der heutigen Mittagspause diskutiere ich mit Maddy über Geschlechterrollen, die Einstellung der Anglikanischen Kirche zu Frauen und über Rape Culture. Gegen Abend kommt Stella zurück, voller Ideen und Begeisterung, erzählt viel, sagt du hättest mitkommen sollen, das wär' voll cool gewesen und wir spielt die Geschichte der Raupe Nimmersatt mit dem dazugehörigen Plüschtier nach, während ich vorlese.

Auf dem Nachhauseweg stoppe ich für einen Schwatz mit Adrian und komme nach Dewis, um meine beiden erkälteten Mitbewohner zusammen in der Küche anzufinden. Hilary auf den Treppenstufen, Maddy auf dem Fußboden und ich auf dem einsamen Stuhl, der einfach so in der Küche rumsteht.

Unser fast schon traditionelles Nach-der-Arbeit-in-der-Küche-sitzen, geht von da aus nahtlos in das fast genauso traditionelle Wie-war-dein-Tag-hast-du-das-schon-gehört-?-wollen-wir-demnächst-mal-wieder-zusammen-Brettspiele-spielen-? über.

Beim Abendessen unterhalte ich mich mit Hilary über glauben und nicht-glauben und darüber ob es einfacher ist, diesen Internship als Christ, oder als nicht-religiöser Mensch zu machen. Wir spülen ab und schlurfen in unsere Zimmer.

Beim offenen Fenster fällt der gelbe Schein der Lichterketten auf meinen Computerbildschirm. Mein Kopfkissen beschützt meinen Po vor der Kälte des Metallstuhles und ich fühle mich wohl.



2014-01-13

To hit the Ground running































Hallo, und wilkommen im neuen Jahr! dröhnt meine imaginäre Megaphon-Stimme.

Die titelgebende Redensart tauchte in letzter Zeit öfter mal auf und ging mir in der ganzen letzten Woche nicht mehr aus dem Kopf. Langwierige und aufwändige Nachforschungen (sprich: google) haben ergeben, dass man sich über den Ursprung des ganzen nicht so einig ist, deswegen nehme ich mir jetzt mal die Freiheit heraus ein eigenes Beispiel zu erfinden.

Nehmen wir also einen Falschirmspringer (zwar habe ich vom Fallschirmspringen keine Ahnung, aber das ignorieren wir kurz). Wenn er am Boden ankommt, oder -um dem Sprichwort gerecht zu werden- "aufschlägt", kann, nein, darf er nicht einfach stehen bleiben, sondern muss rennen, um den Sturz abzufangen. Der Sturz ist überstanden, der Falschirm ist aufgegangen und man hat sich beim Landen nicht auf einem Baum aufgespießt. Alles gut also. Aber trotzdem rennt man jetzt noch, muss es sogar und -jedenfalls stellen wir uns das jetzt so vor- muss es auch noch eine ganze Weile weiter tun.

Etwa so ähnlich fühlte sich diese Woche an. Krabbum, so, wie der Boden der auf den Fallschirmspringer zu kommt -ich mag dieses Beispiel wirklich sehr- so plötzlich war sie auf einmal da, die Arbeit. Die Landung verlief zwar gut, aber viel war es trotzdem und von da an hieß es rennen, rennen, rennen. Das jetzt sogar oft nicht nur bildlich.

Das erste "Großereignis" war ein russisches Filmteam, dass sich kurzfristig anmeldete und von mir betreut werden sollte. Dem (sehr netten) Filmteam folgten dann in schneller Abfolge die Ankunft wichtiger Nagelkreuzmenschen, der CCN Cluster und die Ankunft einer deutschen Nagelkreuzgruppe.
Alles von mit zu 90% im Alleingang organisiert, durchgeführt und betreut Samstag und lange Abende eingeschlossen.


Um so schöner ist, dass alles sehr gut gelaufen ist, der Cluster gut ankam und die Besuche nett und angenehm waren. 

To hit the ground running heißt im übertragenen Sinne übrigens so viel wie flott und erfogreich an einer neuen Aufgabe zu arbeiten.



Und es sollte vielleicht erwähnt werden, dass zum "Pflug-Gottesdienst" Traktoren um und IN der Kathedrale erlebt werden durften -immer mal was Neues...




Prost Neujahr!






























Nun ja, ich bin vielleicht ein bisschen spät dran, aber pssscht tun wir so, als wären die Ferien gerade erst vorbei, ja? Danke.

Was ist denn alles so passiert in den Ferien? Eine Mama war da, ein Papa war da, Dewis wurde geputzt, man hat lecker eingekauft, gut gekocht und noch besser gegessen, oh und -nicht zu vergessen- Weihnachten und Neujahr gefeiert.

Die weihnachtliche Hälfte der Ferien ist hier ja schon gut dokumentiert, aber der Jahreswechsel soll doch zumindest ein kurz erwähnt werden. Ein neues Jahr. Ein neues spannendes Jahr liegt vor uns allen -für mich liegt etwa ein Drittle "meines" Jahres hinter mir und offensichtlich gibt es nichts Besseres, als auf ein mütterliches Weihnachten ein väterliches Silvester folgen zu lassen.

An den Wänden schlängelten sich farbenfrohe Luftschlangen und bunte Ballons wippten von Gardinenstangen. Der letzte Weihnachtswein kam dem Festessen zugute und zum Anstoßen gab es Rosé. Und so war es plötzlich das neue Jahr. Mit ein wenig Tanz und etwas Warten, ohne Dinner for One, aber mit Jools Holland, überraschender Weise ohne sichtbares Feuerwerk, dafür aber mit Mitternachtspaziergang um den Block und nicht weniger festlich, oder besonders.


Es freut mich sehr, dass ich diese Momente und diese Stadt mit meinen Eltern teilen durfte. Eure Schuhe sind auf meinem Kopfsteinpflaster gelaufen, eure Ohren haben das Knarzen meiner Dielen und die Gesänge der besoffenen Studenten gehört, eure Nasen meinen verbrannten Herd gerochen und die frische Coventryluft geschnuppert und eure Augen mein zu Hause gesehen. 
Ich habe mich sehr gefreut.

2013-12-25

Adventskalender 24: All überall auf den Tannenspitzen


















































Nun kann ich es endlich mit voller Berechtigung sage: fröhliche Weihnachten ihr Lieben!
Und was für ein Weihnachten. So schön, dass ich es mir erlabe, diesen letzten Tag meines "Adventskalenders" erst einen Tag später mit euch zu teilen, damit es mir möglich ist ihn euch in einem etwas mehr als nur halbwachen Zustand zu schildern.

Der Morgen des Heiligen Abends beginnt mit einem späten Frühstück und einer Busfahrt. Kenilworth' Spaziergehpotential soll erkundet werden. Die Burgruine ragt hoch in den blauen Himmel und ein rotes und ein dreckiges Paar Wanderschuhe stapfen in gemeinschaftlicher Stille durch das Gras.
In den Tälern der Wiesen hat sich durch die Regengüsse der letzten Tage ein richtiger See angesammelt und die Natur quietscht vor Nässe. Der Wind ist kalt, er vereist unsere Nasen und spielt mit den kahlen Ästen. Ein Rabe steigt laut rufend in die Luft.
In Coventry kann man die Natur schon vermissen.

Wir kommen nach Hause. Müde, wie wir sind, verschiebt sich alles noch ein bisschen nach hinten. Wer duscht schon, wenn man im Bett liegen kann? Doch irgendwann wird sich auch geduscht; es wird gekocht und der Tisch gedeckt. Man speist in Weißwein gekochten Reis mit Spinatcreme-Soße und fühlt sich ein seiner weihnachtlichen Aufmachung sehr fein. Dewis scheint in festlichem Glanz.

Vorsorglich sind wir eine Stunde früher für den 7 Uhr Gottesdienst in der Kathedrale. Die Engländer scheinen unsere Paranoia nicht zu teilen; der Großteil der Gemeinde taucht erst kurz vor Begin auf. Doch man will sich nicht beschweren. Wir ergattern einen guten Platz und haben noch Zeit für eine Kathedralführung, während welcher gewisse Interns mit ihrem Wissen angeben können und gewisse Mütter gebührend beeindruckt sind.

















































Der Gottesdienst ist vermutlich einer der schönsten, in dem ich bisher war. Ganz dunkel, nur mit Scheinwerferlicht und vielen, vielen Kerzen; mit feierlichen Chorinszenierungen, langen Prozessionen, der Weihnachtsgeschichte, viel Drama, langen Roben und natürlich, dem Bischof.

Es ist auch ein Moment um sich noch einmal wieder hier zu Hause zu fühlen. Hier, in dieser Kathedrale, die man sowieso in den ersten paar Wochen als die eigene adoptiert, und mit diesen Menschen. 
Überhaupt hat es doch auch etwas Surreales in der Heute besonders vollen Kathedrale zu sitzen und in der Gemeinde nur wenige bekannte Gesichter zu sehen, aber unter denen, die den Gottesdienst leiten dafür um so mehr. Hier ist Jenny, dort Angie, John, David, Joe, der Dean, David, David, Barbara, Geoffrey, Kerry...

Die warmen Worte des Abschieds und der Weihnachtswünsche folgen uns aus der Tür in die Dunkelheit.


Zum ersten Mal, bin ich diejenige, die die Weihnachtsbaumkerzen an Heiligabend entzündet. Ach nein, was für ein schöner Baum! Ach wie gemütlich! rufe ich in wahrer Weihnachten-bei-Hoppenstedts-Tradition immer wieder aus.

Es wird gesungen, es wird gelacht, es werden Plätzchen genascht und nach Köln telefoniert. Ein singender Hund starrt auf eine Kerze. Und natürlich werden auch Geschenke ausgepackt. Eine überwältigende Anzahl um genau zu sein.
Ich bin immer noch ganz gerührt von der Liebe und Bedachtheit, die in diesen wundervollen Geschenken und Karten von geliebten Verwandten und Freunden auf dieser und jener Seite des Ärmelkanal steckt.

Eine Nacht später, am Weihnachtstag, liegt ganz England still. Kein Geschäft hat geöffnet, kein Bus brummt und kein Zug zuckelt. Während Mama und ich durch das ungewohnt stille Coventry gehen und auch nachher noch, während ich mit einem Schoß voll Katze in Jennys Wohnung sitze, denke ich immer wieder: hier ist mein zu Hause und hier ist mein Herz und genauso sehr ist es auch bei den Menschen "drüben". Und dafür bin ich sehr dankbar.

Danke, an euch alle, die es mir erlauben an vielen Orten gleichzeitig zu Hause zu sein. Danke, an die mit denen ich Gestern gesprochen habe, danke an die, die mich mit einer Karte, oder einem Geschenk überrascht haben, danke an alle, die an mich gedacht haben.

Es hat mir viel Freude bereitet meine Weihnachtszeit mit euch zu teilen. Ich hoffe, ihr hattet ein frohes Fest, sofern ihr denn gefeiert habt und sende euch liebe Grüße aus einem mittlerweile wieder dunklem Coventry. Ich werde euch vermutlich erst im Neuen Jahr wieder sehen, (aber dann hoffentlich vergleichsweise regelmäßig) und wünsche euch somit also auch: einen guten Rutsch!

Man entschuldige die Rührseligkeit. Es ist Weihnachten.




2013-12-23

Adventskalender 23: Morgen Kinder...






























Alles wartet auf Weihnachten. Dewis quietscht vor Sauberkeit (danke, Mama!), überall ist es weihnachtlich geschmückt und die Vorrahtskammern sind voll.
Heute wurden die allerallerallerletzten Stunden im Büro verbracht und gewisse Mütter ein ganz kleines bisschen herumgeführt. Loriot wurde zu zweit gehört und Blumekohl mit Erdnussbutter gegessen. Der Baum steht. (und der Weihnachtsbaumständer kommt mit nach Deutschland, komme da was wolle).
Der Weihnachtsbaum ist geschmückt. Mein erster ganz eigener Weihnachtsbaum. Ganz alleine geschmückt. Ach, watt fühle ich mich groß.

2013-12-22

Adventskalender 22: Hänger















































Auschlafen! Ach was schön, das gab es schon länger nicht mehr, vor allem nicht mit der Aussicht jetzt für 2 Wochen nicht wieder zurück zur Arbeit zu müssen (naja außer Morgen noch einmal kurz, aber das geht hoffentlich schnell...).
Heute wurde fleißig in Coventry rumgelaufen, die Wunder der Markthalle erkundet, eingekauft, sich gewundert, was man an Weihnachten essen soll, Putzen und Aufräumen geplant, aber doch nicht durchgeführt, ein Spätnachmittagsschlaf gehalten und -weil es so schön ist-, Tatsächlich...Liebe geguckt.

Es ist schön, bewusst Zeit zu haben und sich Zeit nehmen zu können, Kerzen anzuzünden, lecker zu kochen und natürlich Mama da zu haben. 

Schön. Schön.

2013-12-21

Adventskalender 21: Ein Tag in Worten






























Frühes Aufstehen. Fast verschlafen. Katze füttern. Laufen, laufen. Alles Stille. Heimatlose, Fühaufsteher, Nicht-schlafen-könnende, Ladenbestitzer. Dunkel.
Zug. Zug. Landschaft. Nebel. Erstes Licht. Müde. Schlafen. Zug. Zug. Flug. Warten. Lesen. Warten. Uhrzeit. Warten. gespannt Warten. Mama!
Rennen. Bus. Rennen. Tube. Rennen. Kein Zug. Warten. Zug.
Zug. Zug. Da. Laufen. Straßenbegegnung. Dewis. Sofa. Essen. Kerzen. Katze. Anruf. Essen. Bett.

(Meine beste Freundin und ihre Mutter unter ihrer normalen zu-Hause-Nummer am Telefon zu haben, während meine Mutter auf dem Sofa gegenüber lag, war sowohl sehr nett, als auch extrem surreal.)

2013-12-20

Adventskalender 20: Cats 'n Roll

der hübsche Chester





























Lisa allein zu Haus. Aber fangen wir am Anfang an.
Der Tag began damit, dass ich zu wenig tat. Aber andererseits.
Rita hat uns heute verlassen. Schon komisch, dass wir jetzt eine weniger sind.
Und dann war es ja auch noch die letzte Möglichkeit alle vor Weihnachten zu sehen und Geschenke zu verteilen.

Weise war das Wenig-Tun, aber vielleicht trotzdem nicht...
Uns erwarten im Januar fast direkt nachdem ich zurückkomme zwei Besuche.
Ein unkomplizierter, ganz gut geplanter und ein weniger. Beim Zweiten habe ich die Programmvorschläge erst zu spät losgeschickt und dann erst heute das Programm erhalten. Natürlich waren dann da Dinge drin, die so kurzfristig nicht organisiert werden können. Also musste man erstmal ein bisschen panisch im Kreis rennen und dann versuchen Lösungen zu finden -oh boy.

Und natürlich hat man nicht alle erreicht, ich gehe also Montag doch noch mal kurz ins Büro und habe in der Hektik auch noch zwei, drei andere Sachen vergessen für die ich nochmal zurückmuss (unter anderem meinen Weihnachtsbaumständer). Abgesehen davon wollte auch noch ordentlich viel Anderes erledigt werden. Heute war das erste Mal, dass ich tatsächlich noch im Büro war als die Kathedrale abgeschlossen wurde. Und ja, in der Emailversion der aktuellen Newsletter ist tatsächlich ein Tippfehler in 'Christ'.

Maddy ist jetzt auch in Richtung Weihnachten-mit-der-Familie aufgebrochen. War erst schon komisch in der leeren, äußerst ver-unordentlichten Wohnung. Ganz ungewohnt.

Aber dann bin ich Jennys Katze, Chester, füttern gegangen, den ich in dein nächsten Tagen für sie 'sitte'. Katzenkuscheln macht alles besser.

Wieder zu Hause kam die Erleuchtung: ich kann endlich mal ungezwungen, lange und laut Musik spielen und in der Küche tanzen und singen, während ich Abspühle. Keine Kophörer! Party!

Dewis sieht endlich zumindest etwas ordentlicher aus (naja alles bis auf mein Zimmer). Jetzt gibt es Avokado zum Abendessen. Morgen Mama.

2013-12-19

Adventskalender 19: Rainsbrook






























Was ein Tag. Nachdem ich völlig übermüdet meine Zeit im Büro mit einem Riesenstapel Arbeit verbrachte, ging es nicht etwa nach Hause, sondern fast direkt nach Rainsbrook Secure Training Centre, eine Art Jugendgefängnis in Rugby. Rainsbrook ist nicht nur ein Jugendgefängnis, sondern auch ein Cross of Nails Centre, was auch erklärt, warum ich  mich Heute auf den Weg zum dortigen Weihnachtsgottesdienst machte. 

Ursprünglich hätte mich Entfernung, Uhrzeit und die Tatsache, dass ich als einzige von der Kathedrale eingeladen war, davon abgehalten zu gehen, aber dann fand ich durch Zufall heraus, dass Marlon, -Verger in der Kathedrale- auch da sein würde und eine Ansprache halten und mich außerdem mitnehmen könnte -wie konnte ich da noch nein sagen?

Und es war definitiv eine Erfahrung, um die ich froh bin sie zu haben. Auf der Einladung hörte es ich so an, als wären durchaus mehrere Menschen eingeladen. Es stellte sich dann jedoch heraus, dass die einzigen "Gäste", abgesehen von den Jugendlichen selbst, Marlon als Redner, eine Handvoll ehemaliger Mitarbeiter und der Bürgermeister mit seiner Frau waren. Und ich.

Vor und nach dem Gottesdienst durften die geladenen Gäste dann noch mit den aktiv am Gottesdienst teilnehmenden Jugendlichen Häppchen essen und quatschen. Als offensichtlich Jüngste und offensichtlich einsam in der Ecke stehende und als-einzige-keinen-Kennende kamen immer wieder einige der Mitarbeiter auf mich zu You alright, love? Your first time here?. Das führte dann dazu das man das Gefühl hatte mich ein bisschen einführen zu müssen, ich also Vorbeilaufenden vorgestellt wurde und von den Jugendlichen die Zimmer gezeigt wurden.

Der Gottesdienst in der Sporthalle, war dann an sich irgendwie auch richtig gut, mit Jugendlichen, die mehr oder weniger verlegen die Weihnachtsgeschichte nachspielten, einer Pfarrerin, die eindeutig Spaß an ihrem Gottesdienst hatte, leisem Mitsingen zu lauter Weihnachtsmusik und Marlon, der seine eigene Geschicht erzählte.

Nach dem Gottesdienst war das ganze Unterhalten dann auch nicht mehr ganz so ungelenk; man konnte sich zumindest darüber unterhalten, dass man nicht wusste, worüber man sich unterhalten sollte.


Die Rückfahrt mit lauter Musik und einem Marlon, der froh war seine Anspruch hinter sich zu haben, war dann auch richtig nett. Sogar der Moment, in dem ich mal wieder tief Luft holen und zu jemanden sagen durfte/musste/konnte I'm actually not a Christian war gut. 
Das sollte nicht so schwierig sein, aber ist es gerade in einer Umgebung, wie dieser hier halt manchmal doch. Das sieht man zum einem an der sehr missionarischen Reaktion, die ich heute Vormittag bekam, zum anderem ist es schon eine Hürde, die es überspringen gibt, bei Menschen, die man wirklich mag und die sich sehr über ihr Christentum identifizieren und aufgrund der Situation automatisch annehmen, dass man auch christlich ist. (hört sich lächerlich an und es gibt eindeutig Schlimmeres, aber warte mal bis du in so einer Situation bist)
Jedenfalls. Bis jetzt war diese eindeutig die beste Reaktion. So, wie es sein sollte. Tut aber trotzdem gut.

Ein guter Abend.







2013-12-18

Adventskalender 18: gefrorene Bohnen und Amaretto






























Eine dunkle Gestalt mit großer Kapuze bückt sich gegen den Wind. Das Wasser fließt vom Himmel, während einige Neon-Reklamen versuchen gegen das Dunkel der Nacht anzukommen. Die Gestalt hüpft ungeschickt über eine Pfütze auf den nassen Parkplatz. Schlüsselklingeln. Zu Hause.

Etwas weniger malerisch war mein nach Hause kommen schon. Man könnte auch einfach sagen: nass. kalt. dunkel. windig. Mit Wasser und kalt ist es dann doch noch mal ein Stückchen von Maikes Haus nach hause.


Wer gedacht hat hatten wir das Photo nich schonmal? hat da gar nicht so unrecht. Vor 13 Tagen haben Maike und ich uns schonmal zum Keksebacken getroffen. Für den letzten Abend vor Heiligabend an dem wir uns noch richtig sehen haben wir uns dann noch für Kokosmakronen und Amarettoplätzchen zusammengefunden. Die Kokosmakronen haben zwar nicht so richtig geklappt und die Amarettoplätzchen sind mit Mandelaroma statt Amaretto und immer noch nicht gebacken, aber es hat sich wie immer trotzdem gelohnt.
Besonders der Moment, in dem wir uns gegenüberstanden und gebannt auf die eigenen Fingerspitzen guckten, um zu sehen, ob sie dick werden. (is ne lange Geschichte)

Die Arbeit ging heute ganz gut voran, ich durfte auf der Arbeit heute zum Beispiel mit Essen telefonieren und die Newsletter ist fast fertig. Ich habe doch noch so viele Weihnachtsgeschenke und Karten bekommen, dass ich ein wenig im Stress bin allen auch etwas kleines zu geben...


Die arme Maddy ist heute auf der Treppe ausgerutscht und hat sich den Knöchel geprellt/verstaucht/... Sie wird wohl erstmal abwarten und kann den Fuß auch noch bewegen, aber so toll ist das dann natürlich trotzdem nicht.
Dafür hatten wir eine spannende Unterhaltung über die Situation in Israel/Palästina während sie mit gefrohrenen Bohnen auf dem Knöchel im Bett saß.

2013-12-17

Adventskalender 17: Christmas Party

mein Mini-Weihnachtsbaum bis "der Große" denn dann steht..































Eine Tradition, die für mich sehr Englisch erscheint, mir vielleicht aber auch 
jetzt, wo ich in einem Büro arbeite, erst auffällt, sind die ganzen "Büro Weihnachtsessen". Wir als Reconciliation Ministry Team hatten ja schon ein Dinner und dann war heute noch eine Feier im Bishofs Haus und das Essen des Schools Teams.
Ich habe tatsächlich die Einladung zum Bishof Haus abgesagt, um zur Feier des Schools Teams kommen zu können und bin auch ganz froh drum.

Ich liebe mein Büro. Unsere Tür steht immer offen und es gibt immer ein freundliches Gesicht, was beim Vorbeilaufen hereinlächelt, oder sogar einen kurzen Zwischenstop macht. Stella und ich haben uns mittlerweile sehr gut angefreunded und haben dann doch immer viel Spaß auf der Arbeit. 

Abgesehen von den produktiven Abenden, ist eine meiner Lieblingszeitpunkte im Büro jedoch, wenn die Guides da sind. Es gibt immer ein großes Hallo und viel Gewusel, Tee und Kekse. Ich kenne inzwischen jeden einzelnen gut und meine Rolle (wie ich selbst ja sowieso) schwankt immer zwischen frechem Kleinkind und irgendwie-doch-ganz-intelligentem Erwachsenem.

Ich bin also froh, dass ich das Christmas Dinner mit diesen Menschen verbringen durfte. Und St Marys Guildhall, wo unser Essen stattfand, ist als Ort auch nicht zu verachten.

Heute Abend wurden dann noch fleißig Tickets gebucht, ein Weihnachtsbaumständer gekauft und dann sich gemütlich bei Jenny niedergelassen mit Keksen, Couch und Katze.

2013-12-16

Adventskalender 16: Appraisal































Ich gebe frei zu, dieses Foto hat rein nichts mit diesem Tag zu tun, außer dass es hier gerade dunkel ist und ich da oben so eben aus unserem "Taxi" gestiegen bin.
Heute war mal wieder ein alleine-im-Büro Tag, was dafür aber zumindest heißt, dass ich doch überraschend viel fertig bekommen habe. Wer weiß vielleicht klappt es ja doch noch alles vor Weihnachten fertig zu haben...


Heute war außerdem "Appraisal Day". Appraisal heißt soviel wie Leistungsbeurteilung, oder Begutachtung. Die Idee hinter dem ganzen ist, dass man sich mit seinem Boss über die eigene Leistung unterhält, Ziele für die Zukunft setzt etc.. Das soll jetzt nicht heißen, dass man von seinem Vorgesetzten einen Vortrag bekommt, sondern selber über die eigene Leistung, Rolle und Zufriedenheit reflektiert und dann mit ihnen zusammen überlegt, wie die eigenen Interessen und Fähigkeiten besser eingesetzt und umgesetzt werden können. Oder, so war das jedenfalls bei uns...

Auf meiner To-Do-List für das nächste Jahr steht jetzt unter anderem also continue to make people in the office smile, da eine meiner ausgewählten Stärken nett-sein-zu-Leuten war.
Es war aber auch einfach eine gute Gelegenheit noch einmal über die eigene Arbeit nachzudenken und über Dinge zu reden, die vielleicht nicht ganz so gut laufen mit jemandem, der daran tatsächlich etwas ändern kann, oder klare Ziele setzen, wie man diese Veränderung selber erreichen könnte.

Einer meiner großen Wünsche war also etwa an Langzeitprojekten arbeiten zu dürfen, gerne auch an Themen, die mich besonders interessieren. Es gab da einige interessante Ideen im Raum, ich bin schon sehr gespannt und auch aufs Neue mal wieder von meinem "Beruf" begeistert.

Heute Abend waren wir netterweise mal wieder bei einem Ehepaar der Gemeinde eingeladen, was nett war, aber ordentlich spät. Andererseits muss man zugeben, dass das Essen echt lecker war...


2013-12-15

Adventskalender 14 & 15: Warwick und Projektberichte



















































Können wir einfach so tun, als hätte ich die ganze Zeit sowieso vorgehabt 
das Wochenende als einen Eintrag zu veröffentlichen und deswegen Gestern nichts geschrieben, ja? Danke! Die Wahrheit ist natürlich, dass ich gestern Abend einfach zu müde war, aber fangen wir am Anfang an.

Gestern Morgen wurde ich in aller Hergottsfrühe (um 9.50 Uhr) an meiner Haustür abgeholt. Von dort ging es dann für Dora, Maike und mich zum Bahnhof und dann im Zug nach Warwick.

Warwick hat nämlich eine noch vollständig erhaltene Burg. Normalerweise ist der Eintritt in das Burggelände, welches schon eher einem Erlebnispark gleicht unvorstellbar teuer, aber da Maike magische Coupons hatte kamen wir für je einen Pfund rein und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Auf dem Burggelände kann man sich dann also den Rosengarten anschauen, mit Pfeil und Bogen schießen, in und auf die einzelnen Türme gehen, sich die Dampfmachinen im Mühlenhaus angucken, die der Burg das erste elektrische Licht bescherten, Führungen machen, ins Gefängnis gehen, geschichtliches Lernen, sich Shows angucken und natürlich viel kaufen. Dafür laufen alle im Mittelalterkostüm und Prinzessinnenkleidern rum; ist halt auch lustig.
































Nach den Aufregungen der Burg ließen wir uns in einem kleinen, urgemütlichem Teehaus nieder, das noch viel fantastischer war, als wir es jehmals erwartet hätten. Jeder bekam wunderbaren, losen Tee in einer eigenen (großen!) Teekanne in dem schönst geblühmten Teeservice, was man sich nur vorstellen kann. Dazu bestellten wir uns etwas zum Teilen worauf uns appetitliche Sandwiche, kleine Küchlein und ein riesiger Scone.
Wir fraßen uns also gemächlich und voller Begeisterung durch unser hübsches Essen und unterhielten uns über die Hippiephasen unserer Ökoeltern.

Danach sollte es eigentlich zum Bahnhof gehen. Das tat es auch, aber mit mehreren Umwegen. Man muss dazu sagen, Warwick ist zwar in Innenstadt recht klein, aber hübsch und ziemlich reich und hat eindeutig ein besseres Shoppingangebot, als Coventry und das muss man natürlich ausnutzen.

Wir machten auf dem Rückweg also einen langen Stop in einer kleinen Botique, kuschelten mit Filzsachen in dem eine Weltladen, stürmten das Bastelgeschäft und ich verbrachte eine sehr lange Zeit in dem Laden mit antikem Spielzeug und konnte nur schwer davon abgehalten werden in die beiden Buchläden zu gehen.

Am Sonntag hatte ich Frühstück mit Maike, Dora und deutschem Brot, brachte Dora zur Bahn und schlug mir den Bauch voll auf Ritas Abschiedsessen. Zwischendrin schrieb ich verzweifelt an meinem Projektbericht, der jetzt endlich an ASF geschickt ist.

Jetzt Bett und dann Hallo, nächste Woche!




2013-12-13

Adventskalender 13: German Christmas...actually




























Der Arbeitsberg, der mich vor Weihnachten noch erwartet ist schon fast wort-wörtlich umwerfend -wie ich das in den fünf Tagen der nächsten Woche so schaffen werde, ist mir auch noch nicht ganz klar... Am Wochenende will dann auch noch der Projektbericht geschrieben werden -oh dear!

Der Freitag war also dementsprechend geschäftig. Nach Morning Prayer verteilten sich die Interns an strategisch günstigen Orten auf dem Kathedrals Gelände um Teilnehmer für ein Meeting abzufangen.
Danach Zeit im Büro. Danach eigentlich Team Meeting, aber das wird immer weiter nach hinten geschoben. Stattdessen also erst Christmas Dinner im Bella Italia und dann Team Meeting und dann ist es auch schon 16.50.

Für dieses Wochenende bekommen Maike und ich Besuch von Dora, im Projekt der Association of Jewish Refugees in London. Zur Vorbereitung für diesen Besuch will dann noch eingekauft werden und dann Dora vom Bahnhof abgeholt. Der Besuch wird stilvoll eingeleitet durch ein "Deutsches Weihnachten" mit Linsensuppe, Bratäpfeln, Glühpunsch und Plätzchen.
Zwischen interessanten Diskussionen wird dann genossen, wie Samuel seinem Vater ernsthaft von der Liebe erzählt (trailer:de/eng).

Zum Heimweg ist diesmal nur anzumerken, dass es ein Erlebnis ist, wenn die Sätze von seltsamen Kerlen, die einen Nachts auf der Straße ansprechen mit 'scuse me Sweetheart anfangen.

2013-12-12

Adventskalender 12: Jack und der Weihnachtsbaum


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Glitzer,One Direction, flirtende Frauen, wobei eine davon im Kleid und die andere in hochhackigen Schuhen und shorten Shorts steckt und eigentlich der der männliche Mann der Handlung ist, , Männer in Drag, der Ruf Behind You!, dreckige Witze, zwei Schauspieler im Kuhkostüm, Feen, Kuchenschlachten und Schauspieler, die genau Wissen, wie lächerlich das ganz Unternehem ist -natürlich denkt man da sofort an das Panto von Jack and the Beanstalk.

Oder: "wir" Deutschen vielleicht nicht, aber in England -so durften Hilary und ich vor kurzem lernen- ist das Panto eine langepflegte Tradition.
Ein traditionell zur Weihnachtszeit aufgeführtes Stück mit bekanntem Inhalt und viele der typischen Elemente sind oben aufgezählt (naja bis auf vielleicht One Direction...).

Ich muss zugeben, ich war erst etwas zögerlich überhaupt zukommen, but boy am I glad I did! Es war langlanglanglang, aber ich in der Abendvorstellung noch mit Kindern gefüllt und definitv ein Erlebnis.
Oder wie Hilary auf dem Rückweg sagte: Es ist gut, dass wir gegangen sind. Sowas gibt es in Amerika nämlich nicht.


Sonst gibt es vom heutigen Tagen nicht so gaaanz viel zu Berichten;
der Großteil wurde damit verbracht, einen Besuch zu organisieren.

Obwohl: Wenn ihr euch heute Mittag so etwa zwischen 11.30 und 12.30 in der Coventrianischen Innenstadt aufgehalten hättet, wäre euch wer spannendes begegnet - eine junge Frau, die keuchend und schnaufend die Schräge von Coventry heraufstapft, im Gesicht ein Lachen, in Antwort auf die amüsierten Blicke der Erwachsenen und großen Augen der Kinder und im Arm? Eine Tanne!

Eben diese wunder-wunderschöne Tanne steht jetzt stolz und geduldig in einem Eimer vor unserer Dusche und wartet auf Weihnachten.

Alles, was noch fehlt ist ein Weihnachtsbaumständer....